Gemeinschaft zur Förderung des missionarischen Werkes von Bruder Johannes Baptista Stiehle CSsR. e.V.   © 2006ff

19.01.2019

Jahresversammlung

Vier Studentinnen aus Cuenca in Ecuador haben am Samstag an der Jahresversammlung der Gemeinschaft zur Förderung des missionarischen Werkes von Bruder Johannes Baptista Stiehle teilgenommen. In Freiburg absolvieren sie zur Zeit einen Freiwilligendienst.

„Wir wollten gerne den Geburtsort des Baumeisters der Kathedrale kennenlernen", erklärte Cristina Clavijo Morales in fließendem Deutsch, warum sie mit Romina Morán, Viviana Quizhpe und Sandra Siavichay in Begleitung von Eugen Baldas, Gründungsmitglied der Gemeinschaft, nach Dächingen kam. Im Anschluss an die Versammlung besuchten die Gäste aus Ecuador in der Dächinger Kirche den Gedenkgottesdienst für den vor 120 Jahren verstorbenen Ordensbruder und Kathedralbaumeister Johannes Stiehle.

In Cuenca haben die vier fröhlichen jungen Damen zwar schon die am Eingang der Kathedrale angebrachte Erinnerungstafel gesehen, wissen sonst aber noch nicht sehr viel über den gebürtigen Dächinger, der die Pläne für das Bauwerk entwarf und bis zu seinem Tod im Januar 1899 die Bauarbeiten leitete. Jetzt beabsichtigen sie, sich intensiver mit der Geschichte zu befassen.

Dekan Sigmund Schänzle, der Vorsitzende des Fördervereins, erläuterte die Schwerpunktprojekte der aus annähernd 90 Mitgliedern bestehenden Gemeinschaft. Als erstes nannte er die Förderung des Schülers Atahualpa Sanaguaray. Dieser kann dank der Unterstützung aus Deutschland das nach Bruder Johannes benannte Colegio Alemán Stiehle de Cuenca besuchen.

Finanzielle Zuwendung erhalten auch das Haus für Altenpflege und Kinder mit familiären Problemen der Schwestern der Nächstenliebe in Cuenca. Wie die Untermarchtaler Gemeinschaft zählen sie Vincent de Paul und Louise de Marillac zu ihren Gründern.

(Text von Kurt Efinger, Dächingen)